Auf ein Wort Was den Muttertag mit Maria verbindet

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Sonnenstrahlen scheinen durch dunkle Wolken

Was den Muttertag mit Maria verbindet

Vor dem ersten Muttertag gab es einen Mütter-Friedenstag, sagt Christof Haverkamp. Er denkt dabei an trauernde Mütter und auch an Maria, die Mutter von Jesus.

Bild: Imago | blickwinkel
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Vor dem ersten Muttertag gab es einen Mütter-Friedenstag, sagt Christof Haverkamp. Er denkt dabei an trauernde Mütter und auch an Maria, die Mutter von Jesus.

Es gibt ein bemerkenswertes arabisches Sprichwort, das heißt: "Weil Gott nicht überall sein konnte, schuf er die Mütter." Das passt. Es klingt für mich wertschätzend und wahr. Es bringt zum Ausdruck, wie groß die Liebe von Müttern zu ihren Kindern ist. Oft bedingungslos. Daran denke ich heute am Muttertag.

Viele Töchter und Söhne schenken ihren Müttern an diesem Tag einen Strauß Blumen. Davon profitieren – neben den Müttern – vor allem die Blumengeschäfte. Die Begründerin des Muttertages hatte sich das anders vorgestellt. Es war die Amerikanerin Anna Marie Jarvis, Tochter eines methodistischen Pfarrers. Sie protestierte vor rund 100 Jahren heftig gegen die Kommerzialisierung dieses Tages. 1923 störte sie sogar eine Muttertags-Feier und musste kurzzeitig ins Gefängnis.

Schon früher, im Jahr 1870, rief die Schriftstellerin Julia Ward Howe, einen Mütter-Friedenstag ins Leben. "Peace and motherhood"“ lautete ihr Motto – verbunden mit einer klaren Forderung: Söhne sollten nicht mehr in Kriegen geopfert werden. Dabei denke ich an trauernde Mütter, deren Söhne im Krieg gestorben sind. Leider ist das nicht nur Vergangenheit, sondern auch Gegenwart. Es geschieht immer noch, täglich. In der Ukraine, im Sudan, im Nahen Osten und anderswo.

Eine trauernde Mutter kennen wir auch aus der Kirche, aus Skulpturen. Sie zeigen Maria, die Mutter von Jesus. Sie hält ihren toten Sohn im Schoß und trauert. Diese Darstellungen heißen Pietà – ein italienisches Wort. Pietà bedeutet Barmherzigkeit. Für leidende Mütter konnte und kann Maria ein Vorbild sein.

Doch einmal weg von Blumen und Trauer: Was machen wir denn heute mit dem Muttertag? Wie wäre es, wenn Sie Ihrer Mutter vor allem eines schenken: Zeit. Zeit zum Zuhören. Oder Zeit für einen Ausflug. Ich bin sicher: Der Begründerin des Muttertages hätte das gefallen.

Autor/Autorin

  • Christof Haverkamp

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