Auf ein Wort Ein großer Tag nach langer Vorbereitung

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Sonnenstrahlen scheinen durch dunkle Wolken

Ein großer Tag nach langer Vorbereitung

In der Zeit nach Ostern feiern Kinder in vielen katholischen Gemeinden die Erstkommunion. Sie erleben an diesem Festtag Gemeinschaft, betont Pastor Markus Hartlage.

Bild: Imago | blickwinkel
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In der Zeit nach Ostern feiern Kinder in vielen katholischen Gemeinden die Erstkommunion. Sie erleben an diesem Festtag Gemeinschaft, betont Pastor Markus Hartlage.

Ich freue mich als Pastor jedes Mal, wenn ich Kindern im Gottesdienst zum ersten Mal bei der Kommunion die Hostie in die Hand geben darf. Heute ist das auch bei uns der Fall. Für die Familien ist die Feier der Erstkommunion ein Fest. Die Kinder erinnern sich noch lange daran. Nicht nur wegen ihrer Geschenke oder weil sie an diesem Tag im Mittelpunkt stehen.

Die Mädchen und Jungen, meist aus der dritten Klasse, haben sich auf diesen besonderen Tag monatelang vorbereitet. Das ist wichtig, damit sie wissen, was da geschieht. Als katholische Christen glauben wir, dass in der Hostie, diesem kleinen Stück Brot, Christus gegenwärtig ist.

Das Wort Kommunion kommt aus der lateinischen Sprache. Es bedeutet Gemeinschaft. Mein Eindruck ist: Genau diese Gemeinschaft empfinden Kinder als sehr wichtig. Sie schließen Freundschaften, spielen mit Gleichaltrigen. Klar, manchmal streiten sie auch und trennen sich wieder. Trotzdem: Gemeinschaft ist für sie wichtig.

Und da, finde ich, haben wir als Kirche eine Riesenchance: Bei uns finden sie Gemeinschaft. Eltern, Verwandte und Freunde begleiten sie auf ihrem Weg im Glauben. Und Kommunion heißt: Wir nehmen jede und jeden erst mal so an, wie er ist: Mit den Fragen, die er hat, und auch wenn er zweifelt.

Die Kommunion erinnert an Jesus. Daran, wie er mit seinen Freunden zum letzten Mal zusammen gegessen und getrunken hat, bevor er sterben musste. Mit ihm am Tisch saßen Freunde mit völlig unterschiedlichen Lebensgeschichten. Keine perfekten Menschen. Bei diesem Abendmahl war sogar Judas dabei, der Mann, der Jesus verraten hat. Aber Jesus hat keinen weggeschickt. Gemeinschaft war ihm wichtig, und er wollte niemanden ausgrenzen.

Das lernen auch die Kinder, wenn sie sich auf die Kommunion vorbereiten. Jeder ist in der Kirche willkommen, egal, wo er herkommt. Wir erinnern in jedem Gottesdienst an das letzte Abendmahl von Jesus. Und was er seinen Freunden gesagt hat, dass sage auch ich als Priester in der Messe: "Nehmt und esst alle davon." Das zeigt: Jesus Christus ist an unserer Seite. Er stiftet Gemeinschaft. Das ist nicht nur, aber gerade für einsame Menschen wichtig, die sonst keine Gemeinschaft erfahren.

Autor/Autorin

  • Markus Hartlage

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