Grüner wird's nicht Die Gemeine Nachtkerze
Stand: 24. Juli 2026.
Die Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis) ist beliebt – und umstritten. Melanie Öhlenbach stellt die Pflanze vor und zeigt ihre Vor- und Nachteile auf.
Die Gemeine Nachtkerze
Was sind die positiven Eigenschaften der Gemeinen Nachtkerze?
Die Gemeine Nachtkerze oder Gewöhnliche Nachtkerze ist eine pflegeleichte und insektenfreundliche Zierpflanze, eine alte Gemüsepflanze und eine traditionelle Heilpflanze, die auch für die Kosmetik genutzt wird. Sie ist die Heilpflanze des Jahres 2026. Allerdings sind die Anwendungsgebiete und die Wirksamkeit noch nicht ausreichend erforscht.
Was spricht gegen die Gemeine Nachtkerze im Garten oder auf dem Balkon?
Das Bundesamt für Naturschutz stuft die Gemeine Nachtkerze als potenziell invasiven Neophyt ein. Die ursprünglich aus Nordamerika und Mexiko stammende Pflanze kam erst Anfang des 17. Jahrhunderts nach Europa und bildet in Mitteleuropa zunehmend wilde Bestände, die die Biodiversität und die Ökosysteme gefährden könnten. Sie steht daher aktuell auf der Beobachtungsliste.
Gibt es noch andere Nachtkerzen-Arten?
Weltweit geht man von mindestens 120 Nachtkerzen-Arten aus. Im Handel erhältlich sind neben der Gemeinen Nachtkerze unter anderem auch die Duftende Nachkerze (Oenothera odorata) sowie Oenothera speciosa mit unterschiedlichen Sorten, die weiße oder rosafarbene Blüten tragen. Für diese Arten sind noch keine verwilderten Bestände nachgewiesen. Die Rotkelchigen Nachtkerze (Oenothera glazioviana) hat sich inzwischen in der Natur etabliert. Als potenziell invasiv gilt neben der Gemeinen Nachtkerze auch die Kronen-Nachtkerze (Oenothera coronifera). Aus naturschutzfachlicher Sicht rät das Bundesamt für Naturschutz von sämtlichen Nachtkerzen-Arten ab.
Thema der nächsten Sendung am 31. Juli: Kompost pflegen
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins: Der Vormittag, 24. Juli 2026, 11:05 Uhr